Hier bei uns in Deutschland gibt es für alles mögliche Regelungen. So wurden beispielsweise erst kürzlich die Regelungen verschärft, wie beispielsweise Kinder in Autos zu sichern sind.
Vergleichbare Regelungen sind bei vielen Fluggesellschaften nicht bekannt. Die Neuerungen für die richtige Sicherung von Kindern in Kraftfahrzeugen wurden kürzlich vom ADAC
bekannt gegeben. Bei den Fluggesellschaften ist es üblich, dass die Kinder unangeschnallt oder nur mit einem Schlaufengurt (Loop Belt) befestigt auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen. Bei einem Crash wirken solch gewaltige Kräfte auf die Körper ein, die zu schlimmen Verletzungen führen können.
Der TÜV Rheinland hat im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) Crash-Tests durchgeführt. Diese Tests haben zum wiederholten Male ergeben, dass die Gurtsysteme keine ausreichende Sicherung für die kleinen Passagiere darstellen. Aufgrund einer Studie im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums wurden 1998 Loop Belts in deutschen Maschinen verboten. Vergleichbare Untersuchungen wurden auch von der amerikanischen Luftfahrtbehörde durchgeführt. Auch in den USA und Kanada sind die Loop Belts verboten. Ab Juli soll jedoch eine Vorschrift der EU in Kraft treten, die die Loop Belts als "geeignete Kindersicherung" zulässt.
Der TÜV empfiehlt daher Eltern, die auf Nummer sicher gehen wollen die Verwendung von Kinderautositzen im Flugzeug. Gemeinsam mit dem Luftfahrtbundesamt, dem TÜV und einigen deutschen Airlines wurde ein Qualifizierungsverfahren für Kinderautositze entwickelt. Geeignete Kindersitze sind zusätzlich mit einem TÜV-Rheinland-Aufkleber gekennzeichnet: "For use in aircraft".
Die nachfolgenden Fluggesellschaften
- Air Berlin
- Condor
- LTU
- TUI fly und
- dba
bieten auf freiwilliger Basis geeignete Plätze für die kleinen Passagiere an. Die Maschinen der Airlines verfügen über geeignete Plätze auf denen mitgebrachte Autokindersitze eingesetzt werden können.

Bereits beim Buchen sollten Eltern die Mitnahme eines Kindersitzes unbedingt anmelden und einen geeigneten Sitzplatz für ihr Kind reservieren lassen. Denn nur mit einem eigenen Sitzplatz ist ein Baby oder Kleinkind an Bord bei Turbulenzen oder einem Unfall genauso sicher geschützt wie ein Erwachsener.